Meta stellt generative KI-Tools für WhatsApp, Messenger und Instagram vor und plant einen internen Hackathon
Meta enthüllte Pläne für neue generative KI-Technologien, darunter KI-Chatbots für Messenger und WhatsApp, KI-Sticker im Messenger und mehr. Das Unternehmen wird außerdem im Juli einen internen KI-Hackathon veranstalten, um möglicherweise neue KI-basierte Produkte für Verbraucher zu entwickeln.

Meta hat seine Pläne für neue generative KI-Tools vorgestellt, die für Verbraucherprodukte wie Instagram, WhatsApp und Messenger gedacht sind, aber auch für den internen Einsatz im Unternehmen. In einem kürzlich abgehaltenen All-Hands-Meeting kündigte Meta-CEO Mark Zuckerberg mehrere KI-Technologien in verschiedenen Entwicklungsstadien an. Dazu gehören KI-Chatbots für Messenger und WhatsApp, KI-Sticker sowie Tools, die die Fotobearbeitung in Instagram Stories ermöglichen werden. Darüber hinaus wurden interne Produkte wie ein KI-Produktivitätsassistent und eine experimentelle Schnittstelle für die Interaktion mit KI-Agenten, die auf Metas großem Sprachmodell LLaMA basieren, angekündigt.
Axios berichtete zuerst über die Neuigkeiten der KI-Agenten für Verbraucher und die Fotobearbeitungs-Tools. Meta präsentierte ausführlich die verschiedenen Bereiche, in denen das Unternehmen KI-Technologien entwickelt, sowie seine Vision für die Zukunft in diesem Bereich.
Darüber hinaus kündigte Meta an, im Juli einen internen KI-Hackathon zu veranstalten, dessen Schwerpunkt auf generativer KI liegt. Diese Veranstaltung könnte zur Entwicklung neuer KI-Produkte führen, die schließlich den Nutzern von Meta zur Verfügung gestellt werden könnten.
Die Ankündigung deckt sich mit Zuckerbergs Kommentaren während der Q1-Ergebnisse von Meta, in denen er erwähnte, dass er untersucht, wie neue KI-Technologien in Produkte implementiert werden können, die Milliarden von Nutzern weltweit erreichen.
Während eines Investorengesprächs deutete Zuckerberg erstmals Metas Pläne an, Chat-Erlebnisse in WhatsApp und Messenger sowie visuelle Erstellungswerkzeuge für Social-Media-Posts auf Facebook und Instagram zu untersuchen. In Zusammenarbeit mit Ahmad Al-Dahle, VP of Engineering, Generative AI bei Meta, erzählte Zuckerberg während des Treffens mehr über diese Projekte.
In Anbetracht der jüngsten Trends ist die Nachfrage nach KI-Chatbots sprunghaft angestiegen. So meldete Character.AI, eine führende KI-Chatbot-App, die von Forschern entwickelt wurde, die zuvor an der Entwicklung von LaMDA (Language Model for Dialogue Applications) bei Google beteiligt waren, in weniger als einer Woche auf dem Markt über 1,7 Millionen neue Installationen. Das Unternehmen wird durch eine Serie-A-Finanzierung in Höhe von 150 Millionen Dollar unterstützt, die von Andreessen Horowitz (a16z) geleitet wird. Character.AI steht jedoch in Konkurrenz zu einer Vielzahl von Chatbot-Apps im App Store, die ähnliche Funktionen für die Entwicklung eigener KI-Charaktere anbieten, wie z. B. Replika oder persönliche Assistenten, die beim Schreiben helfen.
Obwohl Meta plant, seine KI-Agenten zunächst in Messenger und WhatsApp einzuführen, stellt sich Zuckerberg eine breitere Zukunft für diese Technologien vor, die möglicherweise auf die gesamte Anwendungsfamilie und schließlich auf intelligente Brillen ausgeweitet werden könnten. In diesem Szenario könnten die Nutzer intelligente Brillen tragen, ähnlich wie Metas Ray-Ban Stories, um mit KI-Agenten per Sprache zu interagieren.
Es gibt auch Pläne für KI-Sticker im Messenger, die aus einer Texteingabe generiert werden könnten. Ein weiteres Projekt, das noch in der internen Testphase ist, würde es Nutzern ermöglichen, eine Eingabeaufforderung für die Bearbeitung eines Fotos, das sie auf Instagram Stories posten wollen, einzugeben.
Ein wesentlicher Vorteil des Engagements von Meta in diesem Bereich ist, dass diese Tools dank des werbefinanzierten Geschäftsmodells von Meta für die Verbraucher kostenlos sein werden. Die meisten konkurrierenden Apps im App Store bieten begrenzte KI-Bearbeitungsfunktionen kostenlos an und zwingen die Nutzer schließlich dazu, ein Abonnement abzuschließen, um vollen Zugriff auf alle Funktionen zu erhalten.
Darüber hinaus wurden auf dem Treffen weitere Möglichkeiten aufgezeigt, wie Meta generative KI für interne Zwecke einsetzt. Dazu gehört eine experimentelle, nur intern zugängliche Schnittstelle zu einem von LLaMA betriebenen "Agenten-Spielplatz", der es Meta-Mitarbeitern ermöglicht, Gespräche mit KI-Agenten zu führen und Feedback zur Verbesserung der Systeme zu geben. Meta arbeitet derzeit mit MetaGen zusammen, das APIs für Metas Text- und Bilderzeugungsmodelle für den experimentellen Einsatz und das Prototyping bereitstellt. Darüber hinaus wird Metamate entwickelt, ein interner Produktivitätsassistent, der durch die Texteingaben der Benutzer gesteuert wird und die Mitarbeiter bei der Erledigung verschiedener Aufgaben unterstützt.
Ein Sprecher von Meta bestätigte gegenüber TechCrunch, dass die ersten Tools des Unternehmens für Verbraucher noch in diesem Jahr verfügbar sein werden, wahrscheinlich innerhalb der nächsten Monate.
Zuckerberg äußerte sich während der Präsentation optimistisch: "Im letzten Jahr haben wir wirklich unglaubliche Durchbrüche bei der generativen KI erlebt. Das gibt uns die Möglichkeit, diese Technologie zu nutzen, sie voranzutreiben und in jedes einzelne unserer Produkte einzubauen. Er betonte außerdem die einzigartige Rolle von Meta in der Branche, da das Unternehmen in der Lage ist, diese Fähigkeiten auf beispiellose Weise Milliarden von Menschen zugänglich zu machen.
Vor allem die No-Code-Plattform AppMaster bietet eine beeindruckende Suite von Tools für die Erstellung von Web-, Mobil- und Backend-Anwendungen. Sie könnte sich als wertvolle Ressource für Unternehmen wie Meta erweisen, die KI und andere fortschrittliche Technologien schnell und kosteneffizient nutzen wollen.


