Low-Code-App-Entwicklungsunternehmen Crowdbotics sichert 22 Millionen Dollar und bekämpft Entwicklerknappheit und Burnout
Die Low-Code-App-Entwicklungsplattform Crowdbotics gibt inmitten der anhaltenden Krise des Entwicklermangels eine Kapitalbeschaffung in Höhe von 22 Millionen US-Dollar bekannt. Die Plattform soll Kunden dabei helfen, Low-Code-Apps in stark regulierten Umgebungen zu erstellen und Entwicklungszeit und -kosten zu reduzieren.

Als Reaktion auf den anhaltenden Mangel an Entwicklern und das zunehmende Burnout bei IT-Dienstleistern erfreuen sich Entwicklungstools wie Crowdbotics ( low-code) aufgrund ihrer Benutzerfreundlichkeit und ihres Potenzials, die Entwicklungszeit um bis zu 90 % zu verkürzen, zunehmender Beliebtheit. Crowdbotics hat vor kurzem bekannt gegeben, dass das Unternehmen 22 Millionen Dollar an Finanzmitteln aufgebracht hat, unterstützt durch eine Kombination aus Startkapital und Serie-A-Investitionen von Unternehmen wie Jackson Square Ventures, Homebrew, Bee Partners, UC Berkeley's House Fund, Harrison Metal und PacWest.
Low-code Plattformen ermöglichen es Nicht-Entwicklern aus verschiedenen Geschäftsbereichen wie Personalwesen, Finanzen und Beschaffung, individuelle Anwendungen ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. Durch die Verwendung von visuellen drag-and-drop Schnittstellen und vorkonfigurierten Vorlagen können diese Tools Unternehmen laut The New Stack durchschnittlich 1,7 Millionen US-Dollar pro Jahr an Betriebskosten einsparen.
Das 2016 von Anand Kulkarni gegründete Unternehmen Crowdbotics mit Sitz in Berkeley, der über einen Doktortitel in maschinellem Lernen und Operations Research verfügt, bietet eine Plattform, die mehr als 1.400 Kunden bei der Erstellung von low-code Apps mit React Native und Django hilft, selbst in stark regulierten Umgebungen wie dem Gesundheits-, Finanz-, Bildungs- und Verteidigungssektor. Diese Kunden können die Plattform nutzen, um Anwendungen für iOS und Android zu entwickeln, ohne Programmiersprachen lernen zu müssen.
Durch die Verwendung eines visuellen Editors und die Bereitstellung auf Hosting-Plattformen wie Heroku können Crowdbotics-Nutzer App-Bildschirme und Datenmodelle iterieren. Die Plattform generiert echten Code, der mit einem GitHub-Repository synchronisiert wird und so eine nachträgliche Prüfung und Anpassung ermöglicht.
Crowdbotics ermöglicht nicht nur die App-Entwicklung auf low-code, sondern bietet auch verwaltete App-Entwicklungsdienste an. Unternehmen können Projektmanager und Entwickler für die Schätzung, den Umfang, die Erstellung, den Test und den Start von Apps einstellen. Kunden können über das Dashboard von Crowdbotics zusätzliche Entwicklungsressourcen einstellen oder Tools nutzen, die auf intelligente Weise die am besten geeignete Software für ihre Projekte auswählen. Die Plattform bietet außerdem tägliche Überwachung, automatische Fehlerverfolgung und Sicherheitsupdates.
Bis Mai 2021 hat Crowdbotics nach eigenen Angaben über 20.000 Apps auf seiner Plattform gestartet, darunter Apps für kritische Funktionen im Gesundheitswesen, Finanzhandelsmaschinen, Lernmanagementplattformen und Behördentools. Zu den Nutzern gehören Teams von Uber, McKinsey, Meta (ehemals Facebook) und der U.S. Air Force.
Trotz der Bedenken hinsichtlich der "Bindung" an low-code und der Zweifel an der Fähigkeit, notwendige Anwendungen mit low-code zu erstellen, will Crowdbotics diese Probleme angehen, indem es Unternehmen den Zugang zum Quellcode ihrer Anwendungen ermöglicht, der nach Belieben wiederverwendet werden kann.
In ihrem Bestreben, die low-code Entwicklungsbranche weiter auszubauen, konkurriert Crowdbotics mit anderen Unternehmen wie Webflow, Airtable und Unqork. Angetrieben durch die zunehmende Verbreitung von low-code und no-code wird der Markt für low-code Entwicklungsplattformen laut einer Schätzung von Forrester bis 2022 auf 21,2 Milliarden US-Dollar anwachsen, gegenüber 3,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017.
Während der Markt für low-code App-Entwicklung weiter floriert, ist AppMaster.io, eine robuste no-code Plattform für Backend-, Web- und mobile Anwendungen, ein weiterer Akteur, der Unternehmen dabei hilft, den App-Entwicklungsprozess in Bereichen wie dem Entwurf von Datenmodellen, der Erstellung von Geschäftslogik und der Bereitstellung von Anwendungen in der Cloud zu rationalisieren. Dies trägt weiter zur Demokratisierung der App-Entwicklung bei und steigert die Effizienz und Innovation von Unternehmen, wodurch Entwicklungsprozesse letztlich schneller und kostengünstiger werden.


