18. Mai 2026·7 Min. Lesezeit

Ein Garantieregistrierungsprozess, der den Supportaufwand reduziert

Erstelle einen Garantieregistrierungsprozess, der Belege, Seriennummern, Produktdaten und Einwilligungen erfasst und unnötigen Supportaufwand reduziert.

Ein Garantieregistrierungsprozess, der den Supportaufwand reduziert

Warum Garantieregistrierungen zusätzlichen Supportaufwand verursachen

Eine Garantieregistrierung sollte einige grundlegende Fragen beantworten: Wer hat das Produkt gekauft, welches Produkt besitzt die Person, wann wurde es gekauft und gilt die Garantie noch? Wenn im Formular Angaben fehlen, muss der Support diese Informationen später per E-Mail, Chat oder Telefon nachfragen.

Ein Kunde registriert vielleicht einen Mixer nur mit Name und E-Mail-Adresse und wendet sich sechs Monate später an den Support, weil das Gerät nicht mehr funktioniert. Der Mitarbeiter braucht trotzdem Modell, Seriennummer, Kaufdatum, Händler und Beleg. Aus einer Anfrage werden mehrere Nachrichten, und der Kunde muss Informationen zusammensuchen, die er bereits übermittelt zu haben glaubte.

Belege verursachen oft die längsten Verzögerungen. Sie bestätigen Kaufdatum, Verkäufer, Artikel und manchmal auch die Bestellnummer. Fehlt ein Beleg, muss das Team eventuell die Unterlagen des Händlers prüfen oder den Kunden um einen Kontoauszug bitten. Solange das Datum nicht bestätigt ist, kann der Support nicht entscheiden, ob die Garantie greift.

Registrierung und Garantieantrag haben unterschiedliche Aufgaben. Bei der Registrierung werden Eigentum und Produktdaten erfasst, bevor etwas schiefgeht. Ein Garantieantrag beginnt erst, wenn ein Defekt auftritt, und benötigt weitere Angaben, etwa eine Fehlerbeschreibung, Fotos sowie Wünsche zu Reparatur oder Ersatz. Bitte Kunden nicht, für eine einfache Kaufregistrierung ein vollständiges Antragsformular auszufüllen. Sonst brechen sie den Vorgang eher ab.

Der beste Registrierungsprozess sammelt Informationen, die der Support später braucht, ohne sich wie Papierkram anzufühlen. Verwende klare Felder für Produkt- und Kontaktdaten, erkläre, warum ein Beleg hilfreich ist, und erleichtere das Hochladen per Smartphone. Hat das Produkt eine Seriennummer, zeige den Kunden, wo sie zu finden ist, und erlaube ihnen, das Etikett bei Bedarf zu fotografieren.

Ein guter Prozess vermeidet außerdem typische Missverständnisse. Er erklärt, ob die Registrierung gemäß deiner Garantiebestimmungen einen Beleg ersetzt, bestätigt die übermittelten Angaben, trennt Marketingeinwilligungen von Garantienachrichten und ermöglicht die Korrektur einer E-Mail-Adresse oder Seriennummer.

Das Ziel ist einfach: Sammle genügend Nachweise, solange der Kauf noch frisch ist, und halte das Formular kurz genug, damit Kunden es abschließen. So entstehen später weniger Rückfragen, wenn sie Hilfe benötigen.

Welche Angaben solltest du erfassen?

Sammle genug Informationen, um eine Person einem Produkt zuzuordnen und den Garantieanspruch zu bestätigen. Jedes zusätzliche Feld erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand abbricht, falsche Daten eingibt oder den Support kontaktiert. Beginne mit Angaben, die dein Team bei einer Serviceanfrage tatsächlich verwendet.

Bei den meisten Produkten solltest du nach Name des Käufers, E-Mail-Adresse, Produktmodell, Kaufdatum, Händler und Seriennummer fragen. Die E-Mail-Adresse liefert dem Kunden einen Registrierungsnachweis und hilft dem Support, den Datensatz zu finden. Modell und Seriennummer identifizieren den Artikel. Kaufdatum und Händler helfen dabei, Garantiezeitraum und Vertriebskanal zu bestätigen.

Formuliere jede Frage verständlich. Verwende Bezeichnungen wie «Kaufdatum» und «Wo wurde dieses Produkt gekauft?» statt interner Begriffe wie «Transaktionsquelle». Wenn Kunden Geschenke registrieren können, biete eine einfache Geschenkoption an, statt sie zur Eingabe der Daten des ursprünglichen Käufers zu zwingen.

Felder nur anzeigen, wenn sie relevant sind

Verschiedene Produkte benötigen unterschiedliche Angaben. Ein allgemeines Formular mit jedem möglichen Feld wirkt lang und führt zu Fehlern. Zeige bedingte Felder erst, nachdem der Kunde eine Produktkategorie oder ein Modell ausgewählt hat.

Ein Elektrowerkzeug kann beispielsweise eine Akku-Seriennummer benötigen, während bei einem Küchengerät Farbe oder Größe wichtig sein können. Frage nur dann nach einer zweiten Seriennummer, wenn das Produkt tatsächlich eine hat. Ist ein Händler nicht aufgeführt, zeige ein Feld «Anderer Händler», in dem der Kunde den Namen eingeben kann.

Bedingte Felder liefern dem Support außerdem die richtigen Informationen für den jeweiligen Produkttyp, statt unvollständige Angaben zu erzeugen, die eine weitere E-Mail erforderlich machen.

Einwilligung und Marketing getrennt halten

Garantieeinwilligung und Marketingerlaubnis haben unterschiedliche Zwecke. Erkläre, dass du die Registrierungsdaten zur Verwaltung der Garantie, für Servicekontakte und zur Aufbewahrung des Registrierungsdatensatzes verwendest. Platziere diese Erklärung in der Nähe der Schaltfläche zum Absenden.

Frage in einem separaten optionalen Kontrollkästchen nach der Erlaubnis für Werbe-E-Mails oder SMS und lasse es standardmäßig leer. Kunden, die keine Angebote erhalten möchten, sollten die Garantie trotzdem ohne zusätzliche Schritte registrieren können.

Teste das Formular vor der Veröffentlichung anhand eines echten Supportfalls. Suche eine Registrierung nach E-Mail-Adresse, Seriennummer und Produktmodell. Wenn Mitarbeiter den Datensatz nicht schnell finden, ändere die Felder oder die Art, wie die App sie speichert.

Kaufnachweis klar erfassen

Ein Beleg oder eine Rechnung beantwortet Fragen, die häufig zu Supportanfragen führen: Wann wurde das Produkt gekauft, wo wurde es gekauft und welcher Artikel wurde erworben? Bitte bereits bei der Registrierung und vor dem Bestätigungsbildschirm um einen Kaufnachweis. Zu diesem Zeitpunkt liegt das Dokument eher noch griffbereit als Wochen später.

Akzeptiere Dateien, die Kunden ohnehin besitzen. Die meisten fotografieren den Beleg mit dem Smartphone, laden eine PDF-Rechnung herunter oder speichern eine E-Mail-Rechnung als Bild. Nenne die akzeptierten Formate neben der Upload-Schaltfläche. JPG, PNG, HEIC und PDF reichen normalerweise aus. Lege eine sinnvolle Dateigrößenbegrenzung fest und zeige eine hilfreiche Meldung, wenn eine Datei zu groß oder nicht lesbar ist.

Erkläre, was auf dem Dokument zu sehen sein muss:

  • Kaufdatum
  • Name des Händlers oder Verkäufers
  • Produktname oder Modell
  • Bezahlter Preis

Bitte um ein vollständiges Bild statt um einen ausgeschnittenen Ausschnitt. Das Dokument muss nicht perfekt aussehen, aber die Mitarbeiter müssen es lesen können, ohne einen weiteren Upload anzufordern. Falls Belege irrelevante persönliche Daten enthalten können, erkläre, ob Kunden diese vor dem Upload abdecken dürfen. Kaufdatum, Händler, Produkt und Preis müssen sichtbar bleiben.

Zeige nach jedem Upload einen einfachen Status an. Zeige nach Möglichkeit den Dateinamen und eine Bildvorschau und biete eine klare Option «Entfernen» an. Wer die falsche Rechnung hochlädt, sollte nicht das gesamte Formular neu ausfüllen müssen.

Manche Kunden haben keinen Beleg. Vielleicht wurde eine digitale Rechnung gelöscht, das Produkt war ein Geschenk oder der Kauf erfolgte über ein Geschäftskonto. Biete eine Option wie «Ich finde meinen Kaufnachweis nicht» an. Kunden können dann den Grund erklären, eine vorhandene Bestellnummer ergänzen oder eine ausstehende Registrierung zur Prüfung einreichen.

Lehne solche Fälle nicht stillschweigend ab. Erkläre, was als Nächstes passiert und ob die Garantie erst nach der Prüfung beginnt. Klare Alternativen reduzieren E-Mails von Menschen, die sich fragen, warum ihre Registrierung verschwunden ist.

Eine Person, die beispielsweise eine Kaffeemaschine registriert, kann eine PDF-Rechnung des Händlers hochladen, den erfolgreichen Upload bestätigen und die Seriennummer in derselben Sitzung eingeben. Ist nur eine Bestellnummer vorhanden, kann das Formular diese für eine spätere Prüfung speichern, statt einen fingierten Upload zu verlangen.

Seriennummern einfach eingeben

Seriennummern stehen oft an ungünstigen Stellen: auf einem kleinen Etikett unter dem Produkt, im Akkufach oder auf der Originalverpackung. Wenn Kunden die Nummer nicht schnell finden, brechen viele die Registrierung ab und kontaktieren den Support.

Erkläre zuerst, wo die Nummer zu finden ist, und zeige danach das Eingabefeld. Verwende produktspezifische Hinweise wie «Prüfe das weiße Etikett an der Unterseite des Geräts» oder «Sieh neben dem Barcode auf der Verpackung nach». Befinden sich die Etiketten bei verschiedenen Modellen an unterschiedlichen Stellen, zeige die passende Anleitung, sobald der Kunde den Produkttyp ausgewählt hat.

Eingabe und Fotos anbieten

Das Abtippen funktioniert bei einem kurzen, gut lesbaren Code. Etiketten können jedoch verblassen, zerkratzt sein oder sehr kleine Schrift verwenden. Biete neben der manuellen Eingabe einen Foto-Upload an. Bitte um ein fokussiertes Bild des Etiketts und erkläre, dass die vollständige Nummer lesbar sein muss.

Das Foto sollte das Textfeld nicht ersetzen. Es gibt dem Support etwas zum Abgleich, falls sich beim Tippen ein Fehler eingeschlichen hat oder der Kunde ein Zeichen nicht erkennen kann. Bei einem Etikett wie «SN: A0B-17C-92» kann eine Person beispielsweise die Null mit dem Buchstaben O verwechseln. Das Bild kann die Frage ohne E-Mail-Austausch klären.

Halte den Hinweis direkt: Zeige, wo das Etikett angebracht ist, nenne das erwartete Zahlenformat, erlaube bei Schwierigkeiten ein gut lesbares Foto und bitte Kunden, keine fremden Dokumente hochzuladen.

Nummer vor dem Absenden prüfen

Validiere die Seriennummer während der Eingabe. Prüfe Länge, erlaubte Zeichen und das erwartete Präfix des ausgewählten Modells. Wenn eine Nummer aus 12 Buchstaben und Ziffern bestehen muss, sollte diese Information direkt am Feld stehen und nicht erst beim Absenden erscheinen.

Formatprüfungen sollen helfen und keine gültigen Registrierungen blockieren. Entferne Leerzeichen automatisch, wenn deine Seriennummern keine enthalten, und wandle Buchstaben in Großbuchstaben um, wenn die Schreibweise keine Rolle spielt. Zeige bei einem Fehler eine konkrete Meldung: «Dieses Modell verwendet eine 10-stellige Seriennummer, die mit PX beginnt.» Eine unklare Meldung wie «Ungültiger Wert» führt zu unnötigen Supportanfragen.

Prüfe Duplikate, bevor du eine Registrierung anlegst. Existiert eine Seriennummer bereits, darfst du weder den Namen noch die Adresse oder den Garantiestatus eines anderen Kunden offenlegen. Sage, dass das Produkt bereits registriert wurde, und biete sichere nächste Schritte an, etwa die Anmeldung mit dem ursprünglichen Konto, die Prüfung der Angaben des Geschenkempfängers oder die Kontaktaufnahme mit dem Support mit einem Kaufnachweis.

Für Teams, die einen maßgeschneiderten Prozess erstellen, kann AppMaster Registrierungsdaten, Belegdateien und Folgeaufgaben zusammenhalten. Mit den visuellen Geschäftsprozess-Tools lassen sich Pflichtfelder prüfen, doppelte Seriennummern zur Kontrolle weiterleiten und nach Abschluss der Registrierung Bestätigungen versenden.

Einwilligung zum richtigen Zeitpunkt einholen

Bestätigungen automatisch senden
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Frage nach der Garantieeinwilligung, nachdem Kunden Produkt- und Kaufdaten eingegeben haben, aber bevor sie die Registrierung absenden. So verstehen sie, warum du die Informationen benötigst, und können die Bedingungen im passenden Kontext lesen.

Platziere eine kurze Zusammenfassung neben dem Pflichtfeld. Halte die vollständigen Garantiebedingungen auf demselben Bildschirm bereit und verstecke sie nicht in einer entfernten Fußzeile oder auf einer separaten Seite. Kunden sollten Garantiezeitraum, Leistungsumfang, wichtige Ausschlüsse und den Ablauf eines Garantieantrags verstehen.

Verwende bei der Datennutzung einfache Sprache. Zum Beispiel: «Wir verwenden deinen Namen, deine Kontaktdaten, die Seriennummer des Produkts und den Kaufnachweis, um deine Garantie zu registrieren, den Anspruch zu bestätigen und dich bei späteren Supportanfragen zu unterstützen.» So wird der Zweck der Datenerfassung verständlich, ohne das Formular in ein juristisches Dokument zu verwandeln.

Formuliere die erforderliche Zustimmung konkret. «Ich habe die Garantiebedingungen gelesen und akzeptiere sie» ist klarer als «Ich stimme zu». Wähle das Feld nicht vorab aus. Kunden sollten die Zustimmung aktiv erteilen, bevor sie das Formular absenden.

Klaren Einwilligungsnachweis speichern

Speichere mehr als einen Wahr-oder-Falsch-Wert. Bewahre den genauen Text der Einwilligung oder die Versions-ID, Datum und Uhrzeit, die Aktion des Kunden sowie die Registrierungs-ID auf. Marketingerlaubnis und Garantieeinwilligung müssen getrennt bleiben.

Erhält der Support sechs Monate später einen Garantieantrag, kann der Mitarbeiter sehen, welchen Bedingungen der Kunde wann zugestimmt hat. Das verhindert Rückfragen zu Garantieumfang oder Erlaubnissen.

Den Prozess Schritt für Schritt aufbauen

Beginne mit der Produktidentifikation: Modell, Kaufdatum, Händler und Seriennummer. Kunden finden diese Angaben meist auf Verpackung, Rechnung oder Produktetikett. So wissen sie vor der Eingabe ihrer Kontaktdaten, welche Informationen benötigt werden.

Erfasse anschließend nur die persönlichen Daten, die für die Garantieverwaltung erforderlich sind, etwa Name, E-Mail-Adresse und, wenn der Service vom Standort abhängt, die Postleitzahl. Erkläre jedes Feld, dessen Zweck nicht offensichtlich ist. Zum Beispiel: «Wir verwenden deine E-Mail-Adresse, um dir deine Registrierungsreferenz und Serviceupdates zu senden.»

Verwende eine einzige Seite, wenn das Formular nur wenige Felder enthält und die meisten Kunden den Beleg griffbereit haben. Bei einem längeren Prozess mit Foto-Upload, Seriennummer, Adresse, Einwilligung und optionalen Produktfragen sind kurze Schritte besser. Klare Bezeichnungen wie «Produkt», «Kauf» und «Kontaktdaten» zeigen, wie viel noch fehlt.

Eine praktische Reihenfolge ist:

  1. Produkt mit Modell und Seriennummer identifizieren.
  2. Kaufdaten ergänzen und Beleg oder Rechnung hochladen.
  3. Kontaktdaten für Garantieunterlagen und Serviceupdates eingeben.
  4. Angaben prüfen und Einwilligungsoptionen auswählen.
  5. Registrierung absenden und eine Referenznummer erhalten.

Speichere abgeschlossene Schritte automatisch. Ein Kunde muss vielleicht eine E-Mail suchen, einen verblassten Beleg fotografieren oder das Produktetikett in einem anderen Raum prüfen. Wenn er zurückkehrt, sollte das Formular die bisherigen Eingaben behalten. Benötigst du eine E-Mail-Adresse, um den Fortschritt wiederherzustellen, frage bereits vor dem Belegschritt danach und erkläre den Grund.

Platziere die Garantieakzeptanz in der Nähe des Absendevorgangs. Die Marketingerlaubnis bleibt separat, optional und nicht ausgewählt. Werbenachrichten dürfen keine Voraussetzung für die Registrierung sein.

Zeige nach dem Absenden eine Bestätigungsseite mit registriertem Produkt, Datum und einer Referenznummer, nach der der Support suchen kann. Sende dieselbe Referenz per E-Mail und erkläre kurz, wie ein Service angefordert wird.

AppMaster eignet sich für diese Art von No-Code-Anwendung, weil Teams Kundenformulare erstellen, hochgeladene Belege speichern, Seriennummern verwalten und Bestätigungsnachrichten in einem System automatisieren können. Der Support prüft dann einen vollständigen Datensatz, statt Kunden erneut nach Kaufdaten zu fragen.

Beispiel: Ein Produkt nach dem Kauf registrieren

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Maria kauft einen Mixer in einem Haushaltswarengeschäft. Beim Auspacken findet sie eine Karte, die zur Garantieregistrierung führt. Auf ihrem Smartphone sieht sie nur die Informationen, die zur Bestätigung des Garantieanspruchs erforderlich sind.

Sie gibt ihren Namen und ihre E-Mail-Adresse ein. Auf der nächsten Seite werden Modell und Seriennummer abgefragt. Ein Hinweis erklärt, dass sich die Seriennummer auf dem Etikett unter dem Mixersockel befindet. Maria dreht das Gerät um, gibt die Nummer ein und das Formular ordnet sie dem richtigen Mixermodell zu.

Wenn Maria später wegen eines kaputten Behälters oder Motors den Support kontaktiert, kann das Team Produktvariante und Registrierungsdatensatz sehen, statt sie nach der Verpackung zu fragen oder mehrere Fotos anzufordern.

Ein Belegfoto bestätigt das Kaufdatum

Das Formular bittet Maria um ein Foto des Belegs und erklärt, dass darauf Geschäftsname, Kaufdatum und Artikelzeile in einem lesbaren Bild zu sehen sein müssen. Sie fotografiert den Beleg, prüft die Sichtbarkeit des Datums und lädt ihn hoch.

Der Beleg bestätigt, wann die Garantie beginnt. Falls der Händler eine unklare Artikelbezeichnung verwendet, verbindet die Seriennummer den Beleg trotzdem mit dem richtigen Mixer.

Vor dem Absenden sieht Maria ein Kontrollkästchen. Es erklärt, dass das Unternehmen ihre Kontaktdaten zur Verwaltung der Garantie und zum Versand der Bestätigung verwendet. Ein separates optionales Kästchen betrifft Produktneuigkeiten. So kann sie das Produkt registrieren, ohne Marketingnachrichten zuzustimmen.

Eine Bestätigung schafft Sicherheit

Nach dem Absenden zeigt das System Modell, Seriennummer, Kaufdatum und Garantiereferenznummer an. Dieselben Angaben werden per E-Mail verschickt.

Die E-Mail bittet Maria, Referenznummer und Beleg für einen späteren Garantieantrag aufzubewahren. Sie nennt den Status in verständlicher Sprache, etwa «Dein Mixer ist registriert», und gibt das Startdatum der Garantie an. Dadurch entfällt eine häufige Supportfrage: «Ist meine Registrierung angekommen?»

Benötigt Maria ein Jahr später Hilfe, kann sie die Referenznummer in ihrer Nachricht angeben. Der Support findet den Datensatz, bestätigt den Garantieanspruch und konzentriert sich auf den Fehler, statt die Kaufhistorie erneut zusammenzustellen.

Häufige Fehler, die Supporttickets verursachen

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Ein Garantieformular erzeugt Arbeit, wenn Kunden Angaben wiederholen müssen, die bereits auf einem Beleg stehen. Kaufdatum, Händler, Bestellnummer und manchmal auch das Modell können aus einem hochgeladenen Beleg oder einem verknüpften Bestelldatensatz stammen. Die erneute Eingabe führt zu kleinen Abweichungen und Supportanfragen.

Verwende den Beleg als wichtigste Quelle. Frage nur nach Informationen, die er nicht zuverlässig liefert, etwa Seriennummer, Installationsdatum oder einer kurzen Fehlerbeschreibung, wenn jemand ein Produkt nach einer Reparatur registriert. Zeige passende Daten nach Möglichkeit zur Prüfung an, statt Kunden zur erneuten Eingabe aufzufordern.

Auch Seriennummernformulare scheitern, wenn sie keine praktische Hilfe bieten. Schicke Kunden nicht auf eine separate Hilfeseite. Platziere die Anleitung direkt am Feld, einschließlich des Fundorts auf Produkt, Verpackung oder Einstellungsbildschirm. Wenn die Produktpalette es erfordert, ergänze ein Beispielfoto.

Akzeptiere gängige Schreibweisen mit Leerzeichen, Bindestrichen oder Kleinbuchstaben. Bereinige harmlose Formatierungen nach der Eingabe, erkläre aber sofort, wenn die Nummer die falsche Länge oder ein unzulässiges Zeichen enthält. «Gib die 12 Zeichen ein, die nach S/N gedruckt sind» ist wesentlich verständlicher als eine allgemeine Ablehnung.

Uploadfehler können ein ansonsten gutes Formular unbrauchbar machen. Manche Formulare löschen alle Felder, wenn ein Beleg zu groß ist oder die Verbindung des Smartphones abbricht. Behalte ausgefüllte Felder nach einem fehlgeschlagenen Upload bei. Erkläre das Problem und nenne eine direkte Lösung, etwa die Auswahl einer JPG-, PNG- oder PDF-Datei unterhalb der angegebenen Größenbegrenzung. Ist ein Bild unscharf, sollte der Kunde nur diese Datei ersetzen können.

Vor dem Start prüfen

Ein Garantieregistrierungsprozess sollte auf einem kleinen Smartphone funktionieren und dem Support einen vollständigen Datensatz hinterlassen. Gehe den Prozess vor der Veröffentlichung wie ein Kunde durch, mit einem echten Belegfoto und einem realistischen Seriennummernformat.

Prüfe, ob Pflichtfelder klare Bezeichnungen haben und dort Beispiele stehen, wo Kunden zögern könnten. Teste Beleguploads mit der Smartphone-Kamera, einschließlich großer Dateien, unscharfer Bilder und langsamer Verbindungen. Löse jede Fehlermeldung aus und stelle sicher, dass sie erklärt, wie der Fehler behoben wird. Lies die Bestätigungs-E-Mail auf Desktop und Smartphone. Sie sollte Registrierungsnummer, Produkt, Kaufdatum und eine klare Kontaktmöglichkeit zum Support enthalten.

Teste außerdem die Übergabe an den Support. Ein Mitarbeiter sollte Formular, Beleg, Seriennummer, Einwilligungsnachweis und Notizen in einem Kundendatensatz sehen.

Behandle den letzten Bildschirm nicht als bloßes «Danke». Bestätige, dass die Registrierung abgeschlossen ist, und erkläre, was als Nächstes passiert. Muss dein Team einen Beleg prüfen, sage das ausdrücklich. Beginnt der Versicherungsschutz sofort, sollte auch das klar genannt werden.

Führe vor dem Start einen kleinen internen Test durch. Bitte eine Person, die das Formular nicht erstellt hat, ein Produkt mit gültigem Beleg zu registrieren. Wiederhole den Test mit fehlender Seriennummer und einem unlesbaren Bild. Miss die Zeit für jeden Versuch und notiere, an welchen Stellen die Person zögert. Prüfe die ersten Registrierungen nach einer Woche. Scheitern viele Nutzer am selben Feld, ändere Bezeichnung, Beispiel oder Validierungsregel, statt den Support immer wieder um Erklärungen zu bitten.

Bewahre nur die Angaben auf, die dein Team bei einem Garantieantrag benötigt. Ein kürzeres, klareres Formular sorgt für eine bessere Kundenerfahrung und liefert dem Support die Informationen, die er zur schnelleren Lösung von Problemen braucht.

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